Regulationsmedizinische Verfahren
In unserer hausärztlichen Praxis bieten wir Ihnen verschiedenste regulationsmedizinische Verfahren an. Die innovativen Methoden zielen darauf ab, die natürlichen Regulationsmechanismen Ihres Körpers zu unterstützen. Beim IHHT (Höhentraining) handelt es sich etwa um ein Training, das die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessern soll. Die Rimkus® Therapie hingegen ist eine auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Hormontherapie. Unten finden Sie unsere weiteren Leistungen im Bereich der Regulationsmedizin.
Das Regulationsfass – Ein ganzheitliches Modell von Gesundheit und Krankheit

Gesundheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie ist Ausdruck einer funktionierenden Regulation unseres gesamten Wesens. Körper, Geist und Seele bilden keine voneinander getrennten Bereiche, sondern stehen in einem fortwährenden Austausch miteinander. Veränderungen auf einer Ebene beeinflussen immer auch die beiden anderen.
Um diese Zusammenhänge verständlich zu machen, verwenden wir das Bild des Regulations- oder Umweltfasses.
Das Regulationsfass
Man kann sich den Menschen wie ein großes, nach oben vollkommen offenes Fass vorstellen.
Dieses Fass besitzt keinen Deckel.
Tag für Tag fließen Belastungen unterschiedlichster Art hinein. Solange genügend Regulationskraft vorhanden ist, können diese Belastungen ausgeglichen werden. Der Organismus bleibt gesund, anpassungsfähig und resilient.
Mit zunehmender Belastung steigt jedoch der Füllstand des Fasses. Irgendwann reichen die körpereigenen Regulationsmechanismen nicht mehr aus. Es entstehen erste Warnzeichen, später Symptome und schließlich manifeste Erkrankungen. Nicht eine einzelne Belastung entscheidet über Gesundheit oder Krankheit, sondern die Gesamtbelastung unseres Regulationssystems.
DAS REGULATIONSFASS UND DIE 5 RINGE DES OLYMPS DER HEILUNG
Die drei Ebenen, die das Fass füllen
Das Überdruckventil
Solange das Fass nicht voll ist, bleibt der Mensch reguliert. Steigt der Druck jedoch immer weiter an, öffnet sich das Überdruckventil. Dieses Ventil nennen wir Krankheit.
Symptome sind aus dieser Perspektive nicht der eigentliche Feind. Sie stellen vielmehr den Versuch des Organismus dar, mit einer Überlastung umzugehen. Sie sind Ausdruck eines Regulationsversuches.
Deshalb bedeutet das Unterdrücken eines Symptoms nicht zwangsläufig, dass die eigentliche Ursache beseitigt wurde.
Warum Erkrankungen tiefer sinken können
Bleibt die Ursache bestehen, wird das Fass trotz geöffneter Ventile weiter gefüllt. Der Druck nimmt zu.
Die Erkrankung verschiebt sich häufig von oberflächlichen funktionellen Beschwerden hin zu komplexeren chronischen Störungen. Bildlich gesprochen sinken die Belastungen immer tiefer in das Fass. Dadurch können sie schwieriger erreichbar und therapeutisch anspruchsvoller werden.
Der Körper als Spiegel innerer Prozesse
Aus ganzheitlicher Sicht zeigt der Körper häufig frühzeitig an, wenn auf geistiger oder seelischer Ebene ein Ungleichgewicht entstanden ist. Ebenso können chronische körperliche Belastungen emotionale und psychische Veränderungen begünstigen. Körper, Geist und Seele stehen deshalb in einer ständigen Wechselwirkung. Der Körper kann als ein sensibles Barometer innerer Regulationsprozesse verstanden werden.
Aus dieser Perspektive erscheint es sinnvoll, bei chronischen körperlichen Erkrankungen auch geistige und seelische Belastungen zu berücksichtigen und umgekehrt bei anhaltenden psychischen Beschwerden mögliche körperliche Einflussfaktoren – etwa chronische Entzündungen, Stoffwechselstörungen, Umweltbelastungen oder chronische Infektionen – sorgfältig mit in die Diagnostik einzubeziehen.
Die fünf olympischen Ringe der ganzheitlichen Medizin
Wir betrachten Gesundheit als das Zusammenwirken von fünf gleichwertigen Säulen.
Neuraltherapie nach Huneke (Lokale Therapie, Störfeldbehandlung, Segmenttherapie und Homöosiniatrie)
Die Neuraltherapie wird im schulmedizinischen Kontext als therapeutische Lokalanästhesie oder Infiltrationstherapie angewandt.
In der integrativen Medizin stellt die der Neuraltherapie nach Huneke eine fundamentale Therapiemethode zur Beseitigung von Störfeldern und Regulationsblockaden dar.
So besitzt die Neuraltherapie nach Huneke insbesondere bei therapieresistenten Fällen diagnostische und therapeutische Möglichkeiten (erweiterte Segment-, Störfeldtherapie) und hebt sich von der reinen Infiltrationstherapie deutlich ab.
Intravenöse Sauerstofftherapie (OXYVEN®) Oxyvenierung und Oxy+Mag-Therapie
Präzisionsmedizin für Mikrozirkulation und Regulation
Die Mikrozirkulation umfasst die kleinsten Blutgefäße unseres Körpers – Arteriolen, Kapillaren und Venolen. In diesem fein verzweigten Gefäßnetz findet der eigentliche Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Botenstoffen zwischen Blut und Gewebe statt. Eine intakte Mikrozirkulation bildet daher eine wesentliche Voraussetzung für die Versorgung nahezu aller Organe und Gewebe.
Im med³ betrachten wir die Mikrozirkulation als einen zentralen Baustein einer modernen individualisierten Medizin. Neben der diagnostischen Beurteilung durch die Kapillarmikroskopie setzen wir – nach sorgfältiger ärztlicher Indikationsstellung – auch therapeutische Verfahren ein, die auf die Unterstützung physiologischer Regulationsprozesse im Bereich der Mikrozirkulation abzielen. Hierzu gehören die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Hans-Siegfried Regelsberger (OXYVEN®) sowie unsere Oxy+Mag-Therapie.
OXYVEN® – Intravenöse Sauerstofftherapie nach Regelsberger
Die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. med. Hans-Siegfried Regelsberger wird seit mehreren Jahrzehnten in der komplementären Medizin angewendet. Im Unterschied zur Sauerstoffinhalation wird hierbei medizinischer Sauerstoff nicht über die Lunge aufgenommen, sondern in sehr geringer Menge und exakt kontrollierter Flussgeschwindigkeit über eine feine Butterfly-Kanüle intravenös appliziert.
Die Behandlung erfolgt ausschließlich im Liegen und unter kontinuierlicher ärztlicher beziehungsweise medizinischer Überwachung. Die Sauerstoffmenge wird individuell angepasst und im Verlauf einer Behandlungsserie schrittweise gesteigert. Im Anschluss erfolgt eine Ruhephase, um die Therapie sicher und angenehm abzuschließen.
Wirkprinzip
Während der langsamen intravenösen Applikation entstehen kleinste Sauerstoffbläschen, die einen biologischen Reiz auf das Gefäßsystem ausüben. Experimentelle Untersuchungen und kleinere klinische Studien beschreiben unter anderem Veränderungen vasoaktiver Mediatoren wie Prostacyclin sowie Effekte auf die Mikrozirkulation und die Gefäßregulation. Welche klinische Bedeutung diese Mechanismen für einzelne Erkrankungen besitzen, wird weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Aus ärztlicher Sicht steht deshalb weniger ein einzelner postulierte Wirkmechanismus im Vordergrund, sondern die mögliche Unterstützung körpereigener Regulationsprozesse und einer physiologischen Gewebeversorgung.
Oxy+Mag-Therapie Kombination aus intravenösem Sauerstoff und Magnesium
Im med³ kombinieren wir – sofern medizinisch sinnvoll – die klassische Oxyvenierung mit einer individuell abgestimmten intravenösen Magnesiumgabe.
Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion, einem ausgeglichenen Elektrolythaushalt, einer normalen Funktion des Nervensystems sowie einem normalen Energiestoffwechsel bei. Darüber hinaus besitzt es gefäßphysiologische Eigenschaften und unterstützt die normale Funktion der glatten Gefäßmuskulatur.
Durch die Kombination aus Oxyvenierung und Magnesium verfolgen wir das Ziel, die Mikrozirkulation und die Gewebeperfusion im Rahmen eines integrativen Behandlungskonzeptes zusätzlich zu unterstützen. Die Dosierung erfolgt ausschließlich individuell und unter ärztlicher Kontrolle.
Wo setzt die Therapie an?
Die Oxyvenierung und die Oxy+Mag-Therapie wirken vorrangig im Bereich der Mikrozirkulation – dort, wo der Austausch zwischen Blut und Gewebe stattfindet.
Hierzu gehören insbesondere:
- Kapillarnetze
- kleinste Arteriolen und Venolen
- Vasa vasorum (Gefäße der Gefäßwand)
- Vasa nervorum (Gefäße der peripheren Nerven)
Eine intakte Mikrozirkulation ist Voraussetzung für die physiologische Versorgung von Organen, Muskeln, Nerven und Bindegewebe.
Mögliche Einsatzgebiete Heil- und Behandlungsversuch gemäß BVerfG und GG-Konform
Die Therapie erfolgt ausschließlich nach individueller ärztlicher Diagnostik und Indikationsstellung.
Je nach klinischer Fragestellung kann sie Bestandteil eines individuellen Behandlungskonzeptes sein, beispielsweise bei
- funktionellen Mikrozirkulationsstörungen,
- chronischen Erschöpfungs- und Fatigue-Zuständen,
- Long-Covid- und vergleichbaren postinfektiösen Beschwerdebildern,
- ausgewählten chronischen Durchblutungsstörungen,
- ergänzend zu weiteren regenerativen oder biologischen Therapieverfahren.
- Durchblutungsstörungen
- chronisch-entzündliche Erkrankungen
- Allergien
- Störungen des Lymphflusses
- Hautgeschwüre, „offene Beine“
- Nachbehandlung von Schlaganfall oder Herzinfarkt
Die intravenöse Magnesiumgabe kann in einzelnen Indikationen außerhalb der zugelassenen Anwendungsgebiete erfolgen (Off-Label-Use). In diesen Fällen erfolgt vor Therapiebeginn eine ausführliche ärztliche Aufklärung einschließlich einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.
Ablauf der Behandlung
Die Behandlung erfolgt in ruhiger Atmosphäre und ausschließlich im Liegen.
- Anlage einer feinen Butterfly-Kanüle
- langsame intravenöse Applikation von medizinischem Sauerstoff
- individuelle Dosierungsanpassung
- bei entsprechender Indikation anschließende intravenöse Magnesiumgabe
- überwachte Ruhephase
Viele Patientinnen und Patienten berichten während oder nach der Behandlung über ein angenehmes Wärmegefühl sowie eine tiefe körperliche Entspannung. Diese Wahrnehmungen sind individuell unterschiedlich und erlauben keine Aussage über den Therapieerfolg.
Sicherheit
Die Behandlung erfolgt ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht.
Vor jeder Therapie werden mögliche Gegenanzeigen, Begleiterkrankungen sowie die aktuelle Medikation berücksichtigt. Die Magnesiumgabe erfolgt nur nach sorgfältiger Prüfung der individuellen Voraussetzungen.
Während der Behandlung können gelegentlich ein leichtes Druckgefühl im Brustbereich oder kurzfristiger Hustenreiz auftreten. Diese Reaktionen sind meist vorübergehend und werden während der Therapie kontinuierlich überwacht.
Potenzielle Nebenwirkungen einer Oxyvenierung
- Häufiger (10 – 20 %): Hustenreiz – Druckgefühl im Brustkorb – Müdigkeit
- Seltener (ca. 5 %): Kopfschmerzen – Gesichtsröte – vermehrtes Wasserlassen
- sehr selten (unter 1 %): grippeartige Symptome wie Fieber und Schüttelfrost
- Flüchtige Entzündungsherde in der Lunge
- Aktivierung von schlummernden Krankheitsherden (Nasennebenhöhlen, Blinddarm, Zahnwurzeln, Narben etc.)
Diese Beschwerden klingen in der Regel rasch wieder ab. Die Reaktionen sind zum Teil Ausdruck der gewünschten Therapiewirkung und nicht primär alle als negativ zu bewerten.
Wissenschaftliche Einordnung
Die Oxyvenierung wird seit vielen Jahrzehnten in der komplementären Medizin angewendet. Für verschiedene biologische Effekte – insbesondere auf Mikrozirkulation und vasoaktive Mediatoren – liegen experimentelle Untersuchungen sowie kleinere klinische Studien vor. Für viele Anwendungsgebiete fehlen jedoch bislang größere randomisierte Studien nach heutigen evidenzmedizinischen Standards.
Im med³ legen wir deshalb Wert auf eine transparente Einordnung: Die Oxyvenierung verstehen wir nicht als Ersatz etablierter medizinischer Therapien, sondern als ergänzendes Verfahren innerhalb eines individuell abgestimmten Behandlungskonzeptes. Die Entscheidung für eine Therapie erfolgt stets auf Grundlage einer sorgfältigen ärztlichen Diagnostik und einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.
Häufige Fragen
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Nein. Die Therapie erfolgt über eine sehr feine Butterfly-Kanüle und wird in der Regel als gut verträglich empfunden.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Je nach Dosierung und Therapiekonzept dauert eine Sitzung einschließlich der anschließenden Ruhephase etwa 45 bis 90 Minuten.
Wie viele Behandlungen sind sinnvoll?
Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach der medizinischen Fragestellung sowie dem individuellen Therapieziel und wird ärztlich festgelegt.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Behandlung ist in der Regel eine privatärztliche Leistung beziehungsweise eine individuelle Gesundheitsleistung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen meist nicht übernommen.
Unser Ansatz im med³
Die intravenöse Sauerstofftherapie ist im med³ kein isoliertes Verfahren, sondern Teil eines umfassenden diagnostischen und therapeutischen Konzeptes. Je nach individueller Situation kann sie mit weiteren Verfahren kombiniert werden – beispielsweise mit der Kapillarmikroskopie zur Beurteilung der Mikrozirkulation, der Ganzkörperhyperthermie, individuell abgestimmten Infusionstherapien oder – bei ausgewählten Fragestellungen – der INUSpherese®.
Unser Ziel ist es, auf Grundlage einer fundierten Diagnostik ein individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln, das den biologischen Zusammenhängen und den persönlichen Bedürfnissen unserer Patientinnen und Patienten gerecht wird.
Magnesium-Sauerstoff-Therapie nach Frau Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert
Physiologische Sauerstofftherapie zur Unterstützung der Mikrozirkulation
Die Magnesium-Sauerstoff-Therapie nach Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert ist ein eigenständiges medizinisches Therapiekonzept, das aus jahrzehntelanger physiologischer Grundlagenforschung zur Mikrozirkulation hervorgegangen ist.
Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert widmete einen wesentlichen Teil ihrer wissenschaftlichen Arbeit der Frage, wie die Sauerstoffversorgung des Gewebes über die kleinsten Blutgefäße verbessert werden kann. Auf Grundlage dieser Forschung entwickelte sie ein Therapiekonzept, das die intravenöse Magnesiumgabe mit der physiologischen Inhalation medizinischen Sauerstoffs kombiniert. Dieses Verfahren versteht sie ausdrücklich als ergänzende Therapie zur klassischen Medizin.
Im med³ wird die Magnesium-Sauerstoff-Therapie nach dem Therapiekonzept von Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert ausschließlich nach sorgfältiger internistischer Diagnostik und individueller ärztlicher Indikationsstellung durchgeführt.
Warum steht die Mikrozirkulation im Mittelpunkt?
Die Mikrozirkulation umfasst die kleinsten Blutgefäße des Körpers – Arteriolen, Kapillaren und Venolen.
Erst auf dieser Ebene erfolgt der eigentliche Austausch von
- Sauerstoff,
- Nährstoffen,
- Elektrolyten,
- Hormonen,
- Immunzellen
- und Stoffwechselprodukten.
Eine intakte Mikrozirkulation bildet damit die Grundlage für die normale Versorgung nahezu aller Organe und Gewebe.
Die wissenschaftlichen Arbeiten von Prof. Dr. Leniger-Follert beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit genau diesen physiologischen Zusammenhängen.
Das Therapiekonzept
Die Therapie kombiniert zwei sich ergänzende physiologische Bausteine.
Intravenöse Magnesiumgabe
Zu Beginn erfolgt eine individuell dosierte intravenöse Magnesiumgabe.
Magnesium trägt unter anderem bei zu
- einer normalen Muskelfunktion,
- einer normalen Funktion des Nervensystems,
- einem normalen Energiestoffwechsel,
- einem ausgeglichenen Elektrolythaushalt,
- der normalen Funktion der glatten Gefäßmuskulatur.
Physiologische Sauerstoffatmung
Im Anschluss atmen die Patientinnen und Patienten medizinischen Sauerstoff über einen Sauerstoffkonzentrator ein.
Die Kombination aus intravenösem Magnesium und physiologischer Sauerstoffatmung bildet das eigentliche Therapiekonzept nach Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert. Dieses Verfahren unterscheidet sich ausdrücklich von einer intravenösen Sauerstofftherapie.
Mögliche Anwendungsgebiete
Die Therapie erfolgt ausschließlich nach individueller ärztlicher Diagnostik.
Je nach medizinischer Fragestellung kann sie Bestandteil eines integrativen Behandlungskonzeptes sein, beispielsweise
- bei funktionellen Mikrozirkulationsstörungen,
- bei chronischen Erschöpfungszuständen,
- bei Long-COVID und vergleichbaren postinfektiösen Beschwerdebildern,
- bei ausgewählten funktionellen Durchblutungsstörungen.
Vor Therapiebeginn erfolgt stets eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung sowie eine ausführliche ärztliche Aufklärung.
Ablauf der Behandlung
Die Behandlung erfolgt in ruhiger Atmosphäre.
Nach einer internistischen Untersuchung wird zunächst Magnesium intravenös appliziert.
Anschließend erfolgt die Inhalation von medizinischem Sauerstoff entsprechend dem Therapiekonzept nach Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert.
Während der gesamten Behandlung werden Kreislauf und Befinden kontinuierlich überwacht.
Wissenschaftliche Einordnung
Die Magnesium-Sauerstoff-Therapie beruht auf den langjährigen physiologischen Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert zur Mikrozirkulation und Gewebeoxygenierung.
Sie versteht dieses Verfahren ausdrücklich als ergänzende Therapie zur klassischen Medizin und nicht als Ersatz leitliniengerechter Behandlungsverfahren.
Im med³ wird die Therapie ausschließlich nach sorgfältiger internistischer Diagnostik und individueller ärztlicher Indikationsstellung eingesetzt.
Unser Ansatz im med³
Im med³ stehen zwei unterschiedliche Sauerstofftherapieverfahren zur Verfügung:
- Intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Hans-Siegfried Regelsberger (OXYVEN®)
Langsame intravenöse Applikation medizinischen Sauerstoffs nach dem OXYVEN®-Verfahren.
- Magnesium-Sauerstoff-Therapie nach Prof. Dr. Elfriede Leniger-Follert
Kombination aus intravenöser Magnesiumgabe und physiologischer Sauerstoffatmung über einen Sauerstoffkonzentrator.
Beide Verfahren verfolgen unterschiedliche therapeutische Konzepte und werden im med³ jeweils entsprechend ihrer wissenschaftlichen Grundlage angewendet. Welche Therapie im individuellen Fall sinnvoll ist, entscheidet sich nach einer ausführlichen ärztlichen Diagnostik und persönlichen Beratung.
Rimkus®-Therapie / Humanidentische Hormon-Ersatztherapie
Hormone spielen bei Frauen wie Männern in jedem Lebensalter eine wichtige Rolle für die Gesundheit und bei der Entstehung von Krankheiten. Das hormonelle Gleichgewicht ist von enormer Wichtigkeit für unser Wohlbefinden. Hormone kontrollieren übergeordnet viele Organfunktionen und beeinflussen jede Zelle unseres Körpers.
Hormonstörungen sind damit häufig eine primäre Ursache von Krankheiten.
Folgende Krankheitsbilder können direkt oder begleitend auf Störungen im Hormonhaushalt zurückzuführen sein:
- Wechseljahresbeschwerden von Frauen (Menopause)
- Wechseljahresbeschwerden von Männern (Andropause / Klimakterium virile)
- Adipositas (Übergewicht, Fettleibigkeit)
- Asthma
- Burn-out-Syndrom, Erschöpfung, Müdigkeit
- Depression, Anpassungsstörung, Panikstörung
- Diabetes
- Endometriose
- Fibromyalgie
- Hyperhidrosis (=übermäßiges Schwitzen)
- Migräne, Kopfschmerzen
- Myome
- Nebenniereninsuffizienz, chron. Erschöpfungssyndrome
- psychosomatische Krankheitsbilder
- Schilddrüsenfunktionsstörungen, wie z. B. Autoimmunthyreoiditis Hashimoto
- Zysten
Eine Therapie dieser Erkrankungen kann bei nachgewiesenem Hormonmangel, zum Beispiel als Heil- und Behandlungsversuch gemäß BVerfG und GG-konform, mittels humanidentischer Hormone angedacht werden. Humanidentische Hormone sind Hormone, deren biochemische Strukturen identisch sind mit denen, die der Körper selbst produziert. Insbesondere der deutsche Arzt Dr. Volker Rimkus ("RIMKUS-Methode") hat mit dieser humanidentischen Hormontherapie bahnbrechende Forschungsergebnisse und Therapieerfolge sowohl bei Frauen als auch bei Männern dokumentiert. „Östrogendominanz“, eine Folge des Progesteronmangels bzw. Testosteronmangels, ist vermutlich eine der häufigsten Ursachen für gestörtes Wohlbefinden und Krankheit.
Bei der Therapie arbeiten wir nur mit durch Dr. Rimkus und Labor Rosler zertifizierten Apotheken und mit oraler Substitution. Die orale Substitution ist die zuverlässigste und spiegelstabilste Anwendung mit den zuverlässigsten therapeutischen Ergebnissen.
Referenzwerte nach Rimkus® (Norm-Ziel-Werte)

Bioadaptive Impulstherapie (Physiokey)
Der Physiokey ist ein Behandlungsgerät, das anhand spezieller Impulse die Selbstregulation des Körpers anregt. Dies geschieht mit elektrischen Impulsen, die auf den Körper gesendet werden. Der Physiokey misst dabei in kürzester Zeit die darauffolgende körpereigene Reaktion, passt sich individuell an den Körper an und wirkt regulierend auf das Nervensystem. So sind eine schnelle Schmerzlinderung, Funktionsverbesserung und Regeneration mittels neuer Regulierung das Ziel der Therapie.
Das Wirkprinzip
Der Physiokey wird zunächst mit sanftem Kontakt auf den Beschwerdebereich positioniert. Der Patient spürt an dieser Stelle ein angenehmes Bitzeln oder Kribbeln. Anschließend wird der Physiokey mit langsamen, streichenden Bewegungen über dieses Gebiet geführt, um den Haut- und Gewebswiderstand zu messen. Parallel dazu sendet er elektrische Impulse, die von den Rezeptoren der Haut aufgenommen, verarbeitet und weitergeleitet werden. In Mikrosekunden misst der Physiokey die Reaktion des Körpers, verarbeitet und modifiziert diese Informationen individuell und automatisch. Dadurch kommuniziert er mit dem Körper und geht einen direkten Dialog mit ihm ein.
Der Physiokey wirkt durch die Impulsübertragung über die Hautoberfläche regulierend auf das vegetative Nervensystem und aktiviert körpereigene Regulationsmechanismen und Anpassungsvorgänge, die dem Körper einen Weg zur Selbstheilung aufzeigen können.
Mögliche Einsatzgebiete des Physiokey
Mögliche Einsatzgebiete des Physiokey können die Schmerztherapie und die Verbesserung bei Funktionsstörungen in den Bereichen sein:
- des Bewegungsapparates
- des Nervensystems
- der Atemwege
- des Verdauungstraktes
- des Urogenitaltrakte
Letztlich lässt sich mit dem Physiokey auch im Sinne der TCM eine Meridianbehandlung durchführen oder einzelne Akupunkturpunkte stimulieren. Auch die inneren Organe können positiv beeinflusst werden durch die Behandlung
Ursprung und Wirkprinzip der Neuraltherapie nach Huneke
Die morphologische Basis für die Wirkung der Neuraltherapie nach Huneke ist das autonome Nervensystem (Jänig W. The integrative action of the autonomic nervous system. Neurobiology of Homeostasis. Cambridge University Press. 2006) sowie die komplexe Verschaltung der Hirnnervenkerne im Hirnstammbereich. Neuraltherapie nach Huneke ist angewandte Neuroanatomie und Neurophysiologie und damit auch nach heutigen wissenschaftlichen Standards klar und rational nachvollziehbar (Lehrbuch und Atlas der Neuraltherapie von Hans Barop ISBN: 978-3-8304-7767-9).
Entwickelt wurde die Neuraltherapie maßgeblich durch die Ärzte Ferdinand und Walter Huneke. Im Jahre 1925 injizierte Ferdinand Huneke seiner an chronischer Migräne leidenden Schwester ein procainhaltiges Antirheumatikum (Atofanyl/Schmerzmittel) versehentlich intravenös statt intramuskulär. Obwohl die intravenöse Applikation von Lokalanästhetika zu schwerwiegenden Komplikationen wie Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen führen kann, beobachtete Huneke jedoch in diesem Fall eine schlagartige und bleibende Heilwirkung auf die chronische Migräne der Schwester. Beim nächsten Migräneanfall seiner Schwester konnte er das Therapie-Ergebnis nach intravenöser Injektion von reinem Procain reproduzieren, sodass er gemeinsam mit seinem Bruder Walter die therapeutische Anwendung von Procain weiter erforschte. Über mehrere Jahre entstand durch diese Forschung zunächst die sogenannte Segmenttherapie als Teil der Neuraltherapie. Die als praktische Ärzte tätigen Brüder Ferdinand und Walter Huneke verfeinerten das Therapiekonzept durch gezielte Injektionen an Nerven, Gefäßen, Ganglien und Gelenken und entwickelten 1936 die Theorie, dass nervale Strukturen die therapeutischen Wirkstrukturen des Procain sind und nicht die allgemeine Wirkung des Procains im Organismus.
1940 behandelte Ferdinand Huneke eine an Migräne und Gelenkbeschwerden in der linken Schulter leidende Frau im Bereich einer Osteomyelitis-Wunde im rechten Unterschenkel, nachdem er bereits zuvor mehrfach erfolglos die Segmenttherapie durchgeführt hatte. Unmittelbar nach der Injektion in die Osteomyelitis-Wunde war die vorher erfolglos behandelte linke Schulter völlig schmerzfrei. Ferdinand Huneke erkannte den direkten Zusammenhang zwischen der vorgenommenen Intervention am Unterschenkel und dem Ergebnis einer sofortigen schmerzfreien Schulter und bezeichnete diesen Umstand als Sekundenphänomen. Er postulierte die Existenz sogenannter Störfelder; dabei handelt es sich um chronische Entzündungszustände, die Krankheiten an anderen Körperstellen auslösen oder unterhalten. Damit entstand die Störfeldtherapie mit den Grundsätzen, dass jede chronische Erkrankung störfeldbedingt sein kann, jede Erkrankung ein Störfeld hinterlassen kann und störfeldinduzierte Erkrankungen nur durch Ausschaltung des Störfeldes heilbar sind. Dies war ein völlig neues Therapiekonzept und der Arzt von Roques prägte den Begriff "Neuraltherapie nach Huneke". Dieser Begriff umfasst seither drei Ebenen: die lokale Therapie, die Segmenttherapie und die Störfeldtherapie.
Behandlungsformen der Neuraltherapie nach Huneke
Die lokale Therapie
Die diagnostische und therapeutische Arbeit mit Lokalanästhetika im lokalen und segmentalen Bereich sind in der Schulmedizin und Neuraltherapie nach Huneke identisch. Synonyme für Neuraltherapie in diesem Bereich sind therapeutische Lokalanästhesie (TLA) oder Infiltrationstherapie. Es werden Injektionen mit dem Lokalanästhetikum im unmittelbaren Bereich der betroffenen Struktur durchgeführt: loco-dolendi-Therapie (da, wo es wehtut). Beispiele sind Facetteninfiltrationen, Injektionen in Gelenke (intraartikuläre Injektionen) oder Gelenkkapseln, Injektionen an Bänder-, Sehnenansätzen und Muskulatur, Infiltrationen bei Neuralgien etc. pp.
Die Segmenttherapie
In der Neuraltherapie gibt es einen erweiterten Segmentbegriff.
Bei der Segmenttherapie wird das Lokalanästhetikum in Form von Hautquaddeln im Bereich der entsprechenden Head’schen Zonen der inneren Organe, in Triggerpunkte, an Ganglien, an Nervenwurzeln (= periradikuläre Therapie) und periphere Nerven etc. injiziert. Auch Sakralanästhesien oder Periduralanästhesien werden eingesetzt. Die Wirkung dieser Verfahren wird über das vegetative Nervensystem im betroffenen Segment vermittelt.
Der Sympathikus geht von C8 bis L2:
Thorax = C8 bis Th5
Obere Extremität = Th2 bis Th8
- Schulter = Th2 und Th3
- Ober- und Unterarm = Th4 bis Th6
- Oberarm = Th4
- Ellenbogen = Th5
- Unterarm = Th6
- Handgelenk und Hand = Th7 und Th8
- HNO-Bereich = Th1 bis Th4
- HRST = Th2 bis Th4
- Abdomen = Th6 bis L2
- Ganglion Coeliacus = Th6 bis Th8
• Magen, Pankreas, Duodenum, Leber, Gallenblase - Ganglion Mesentericum superius = Th9 bis Th11
• Dünndarm und Colon bis zum Cannon Böhmschen Punkt - Ganglion Mesentericum inferius = Th12 bis L2
• Colon ab dem Cannon Böhmschen Punkt, urologische Organe und gynäkologische Organe - Niere Hoden und Ovar = Th 10 und Th 11
- Untere Extremität = Th10 bis L2
- Hüfte = Th11 und Th12
- Oberschenkel = Th10 bis L1
- Knie = Th12 und L1
- Unterschenkel = Th12 bis L2
- OSG und Fuß = L1 und L2
Parasympathikus:
Kerngebiete der Hirnnerven: V VII IX X
Sowie S2 bis S4 ggf. auch parasympathische Kerne im Bereich des Rückenmarks (H. Barop)
Die Störfeldtherapie
Ein Störfeld ist ein chronischer Reizzustand einer bestimmten Struktur des Organismus, der Krankheiten in anderen Bereichen des Körpers auslöst oder unterhält. So kann:
- Jede chronische Erkrankung störfeldbedingt sein.
- Jede Stelle des Körpers zu einem Störfeld werden.
- Jede Störfelderkrankung durch Ausschaltung des Störfeldes heilbar sein.
Häufige Störfelder sind die Mandeln, die Nasennebenhöhlen, die Zähne, die Schilddrüse, der gynäkologische und urogenitale Bereich und alle Narben. Durch gezielte Befragung und Untersuchung können Störfelder identifiziert werden und durch Injektion eines Lokalanästhetikums die Störwirkung unterbrochen und damit das Störfeld teilweise oder vollständig aufgelöst werden.
Mittels der Infiltration wird durch das Lokalanästhetikum dabei die Fehlprogrammierung des Sympathikus mit einer Dysbalance des VNS zum Sympathikus beseitigt. Beweisend für das Auffinden des Störfeldes ist das „Sekundenphänomen nach Huneke“: Wenn nach der Injektion des Lokalanästhetikums die Beschwerden innerhalb von Sekunden für mindestens 20 Stunden gebessert sind und dieses Phänomen reproduzierbar ist, ist die Quelle des Störfelds gefunden. Dann ist es aus therapeutischer Sicht sinnvoll, die Behandlung so lange zu wiederholen, bis keine Beschwerden mehr auftreten. In der Regel verlängert sich der symptomfreie oder symptomarme Intervall von Behandlung zu Behandlung. Ab einer Besserung von mindestens 6 Stunden liegt mindestens ein Nebenstörfeld vor oder das Störfeld wurde nur teilweise getroffen. Bei Verbesserungen, die weniger als 6 Stunden anhalten, sollte mit dem Patienten erneut auf Störfeldsuche gegangen werden, da das behandelte Areal keinem klassischen Störfeld entspricht.
Die Homöosiniatrie
Die Homöosiniatrie ist eine Kombinationsbehandlung aus TCM, Homöopathie und Neuraltherapie nach Huneke.
Hierbei werden Lokalanästhetika in Kombination mit homöopathischen Einzel- oder Komplexmitteln ähnlich wie bei der Neuraltherapie entweder als lokale Therapie, Störfeldbehandlung oder Segmenttherapie unter gleichzeitiger Mitberücksichtigung des Meridiansystem mit seinen spezifischen Akupunkturpunkten injiziert.
Anwendungsmöglichkeiten der Neuraltherapie nach Huneke als Heil- und Behandlungsversuch gemäß BVerfG und GG-Konform können sein:
Orthopädische/chirurgische Krankheiten:
- Erkrankungen der Gelenke, der Muskulatur, der Sehnen und Bänder
- Wirbelsäulenerkrankungen
- Arthrosen
- Sportverletzungen
- Bandscheibenvorfall
- HWS-/BWS-/LWS-Syndrome etc.
- Operationsnarben
Allgemeine Erkrankungen:
- Akute und chronische Schmerzsyndrome (Schmerzen unterschiedlicher Ätiologie, Neuralgien, sympathisch-unterhaltener Schmerz, Morbus Sudeck (CRPS I), Trigeminusneuralgie, neuropathischer Schmerz etc.)
- Allergien, Pollinosis (Heuschnupfen), allerg. Asthma bronchiale, allerg. Rhinitis, Neurodermitis etc.
Neurologische Krankheiten:
- Kopfschmerzen (Migräne etc.)
- Carpaltunnelsyndrom
- Tarsaltunnelsyndrom
- Trigeminusneuralgie etc.
Urologische Krankheitsbilder:
- Reizblase
- Blasenfunktionsstörungen
- Chronische Zystitis
- Chronische Prostatitis
- Prostatahyperplasie etc.
Gynäkologische Krankheiten:
- Wechseljahresbeschwerden
- Meno-/Metrorrhagien, Dysmenorrhoe, zyklusabhängige Kopfschmerzen
- Schmerzen im kleinen Becken bei negativen Abklärungsresultaten
- Rezidivierende Adnexitis und Zystitis, etc.
HNO-ärztliche Krankheitsbilder:
- Chronische Pharyngitis
- Rezidivierende Sinusitis
- Tinnitus
- Schwindel
- Chronische Tonsillitis etc.
Internistische Krankheiten
- Darmfunktionsstörungen, Colon irritabile, funktionelle Dyspepsie, Obstipation
- Refluxerkrankungen, Gastritis
psychovegetative Krankheitsbilder:
- Depressive Stimmungslage
Weitere Informationen: www.ignh.de
Pulsierendes Schröpfen
Gezielte Impulse für Faszien, Gewebe und Mikrozirkulation
Das pulsierende Schröpfen ist ein modernes apparatives Unterdruckverfahren, bei dem rhythmische Vakuumimpulse auf Haut und oberflächliche Gewebeschichten wirken. Durch die sanfte mechanische Mobilisation können Faszien, Muskulatur und Bindegewebe gelockert sowie die lokale Mikrozirkulation und der oberflächliche Lymphfluss unterstützt werden.
Je nach individueller Fragestellung kommen unterschiedliche Schröpfaufsätze oder spezielle Lymphmatten zum Einsatz, um sowohl punktuelle als auch großflächige Behandlungsareale gezielt zu therapieren. Das Verfahren wird von vielen Patientinnen und Patienten als angenehm und entspannend empfunden.
Im med³ integrieren wir das pulsierende Schröpfen indikationsbezogen in unsere ganzheitlichen Behandlungskonzepte – beispielsweise bei myofaszialen Beschwerden, funktionellen Störungen des Bewegungsapparates oder zur ergänzenden Unterstützung der Geweberegeneration und des oberflächlichen Lymphabflusses. Die Entscheidung über den Einsatz erfolgt stets auf Grundlage der individuellen ärztlichen Beurteilung.
Orthomolekulare Therapie / Nährstoffmedizin
Mikronährstoffe – ein Schlüssel für Ihre Gesundheit
Wir leben in einer Zeit der industriellen Turboproduktion der allermeisten Lebensmittel. Obst und Gemüse sind das ganze Jahr über verfügbar – ohne Rücksicht auf die in der Natur vorgegebenen Jahreszeiten. Böden habe keine Zeit mehr für Regeneration, die 4-Felder-Landwirtschaft und nachhaltige biologische Landwirtschaft sind immer noch eine Seltenheit. Dazu kommen viel zu lange Lagerungszeiten in den Fruchthäusern sowie synthetische Reifungsmethoden und eine zunehmende Belastung der gesamten Umwelt mit Schadstoffen. Kurzum: herkömmliches Obst und Gemüse, welches in den Supermärkten verkauft wird, hat annähernd keinerlei oder nur noch erheblich geminderte Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, pflanzliche Fette und Enzyme. Wir essen heute vorwiegend Füllstoffe anstelle von Nährstoffen. Dazu kommen zahllose Pestizide, Konservierungsmittel, künstliche Aromastoffe, Farbstoffe und Duftstoffe. Und diese hemmen zudem die Wirkung der naturgegebenen Bestandteile wie Vitamine oder Enzyme.
Convenience Food und Fast Food haben derart viele entzündungsfördernde künstliche Bestandteile, die eine dauerhafte Entzündung im Dünndarm verursachen können, dass die wenigen verbliebenen Nährstoffe in diesen Speisen nur noch eingeschränkt resorbiert werden können. So entsteht ein circulus vitiosus („Teufelskreis“) der chronischen Inflammation und Malnutrition (Mangelernährung).
Unser Körper braucht zur Alltagsbewältigung und Gesunderhaltung zwingend zahllose Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Proteine, entzündungshemmende Cis-Fette (z.B. Omega-3 Fettsäuren) sowie Phospholipide als Bausteine für Zellmembranen, Nervenstrukturen und Schleimhäute sowie zahllose sekundäre Pflanzenstoffe.
Ohne eine ausgewogene Zufuhr von geeigneten Vitaminen etc. ist das Risiko für chronische Mangelzustände wesentlich erhöht. Heilsame und entzündungshemmende Medizin, die wesentliche physiologische Regelkreise und Kreisläufe aufrechterhält, ist ohne die orthomolekulare Unterstützung heute so gut wie undenkbar.
Die Ernährungsmedizin gewinnt als wichtiger Bestandteil vieler verschiedener medizinischer Fachrichtungen und als integrales Element ärztlicher Tätigkeit mehr an Bedeutung und ist in unserem Centrum integraler Bestandteil einer der Behandlung.
Eine Übersicht der wesentlichen Mikronährstoffe, die wir bei Bedarf auch laborchemisch messen
Wasserlösliche Vitamine:
- B-Vitamine: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin B9 (Folsäure), Vitamin B12 (Cobalamine) und Vitamin B7 bzw. H (Biotin)
- Vitamin C
Fettlösliche Vitamine:
- Vitamin A (Retionole)
- Vitamin D (Calciferole)
- Vitamin E (Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta-Tocopherol und Tocotrienole)
- Vitamin K (Phyllo-Menachinon)
Mineralstoffe (Mengen- & Spurenelemente):
- Mengenelemente: Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Phosphor & Schwefel
- Spurenelemente: Selen, Jod, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Bor, Molybdän, Folsäure Nickel, Chrom u.a.
Aminosäuren:
- essenzielle Aminosäuren: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan & Valin
- bedingt essenzielle Aminosäuren: Arginin, Cystein, Glutamin, Serin, Tyrosin, Taurin und Glycerin
- nicht essenzielle Aminosäuren: Alanin, Asparagin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glycin, Prolin und Ornithin
Fettsäuren:
- essenzielle Fettsäuren: alpha-Linolensäure (ALA / Omega-3-FS), Eicosapentaensäure (EPA / Omega-3-FS), Docosahexaensäure (DHE / Omega-3-FS), Linolsäure (Omega-6-FS), Arachidonsäure (Omega-6-FS), Ölsäure (Omega-9FS)
Antioxidantien:
- Beta-Carotin, OPC (Resveratrol), Flavonoide, Anthocyane, Lycopin, Zeaxanthin, Coenzym Q10 und Allicin
Wir messen laborchemisch präzise individuelle Mangelzustände und gleichen dementsprechend gezielt Mängel im Sinne der Funktionsfähigkeit und Selbstregulation Ihres Organismus aus.
Literaturempfehlungen:
- Uwe Gröber und Klaus Kisters: Arzneimittel als Mikronährstoff-Räuber
- Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin: Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte
- Uwe Gröber: Mikronährstoff-Beratung: Ein Arbeitsbuch
- Bodo Kuklinski: Mitochondrien
- Lynn Farrow: Die Jodkrise: Wie das neue Wissen über ein uraltes Heilmittel Ihr Leben retten kann
Eigenbluttherapie
Allgemeines
Unter dem Begriff Eigenbluttherapie oder Eigenblutbehandlung werden Verfahren verstanden, bei denen Ihnen eine bestimmte Menge Blut entnommen wird und anschließend verändert oder nicht verändert wieder injiziert oder infundiert wird.
Dabei handelt es sich um eine unspezifische Reiztherapie, bei der Ihr körpereigenes Blut insbesondere nach physikalischer (z.B. Kryobehandlung) oder chemischer Veränderung (Ozonbehandlung) als Fremdkörperreiz dient.
Ursprung der Eigenbluttherapie
Ursprung der Eigenbluttherapie sind Experimente des englischen Arztes William Highmore 1874 sowie von Novotny im Jahre 1912.
Als Begründer der Eigenbluttherapie gelten die in den USA lebenden schwedischen Ärzte Elfstrom und Grafstrom, die 1898 erstmals ihren Patienten bei schweren Infektionen Eigenblut verabreichten.
Der Berliner Chirurg August Bier hat dann der Eigenbluttherapie im Jahre 1905 zum Durchbruch verholfen. So war die Eigenblutbehandlung noch bis in die 1960er Jahre eine allgemein übliche und weit verbreitete ärztliche Behandlungsmethode mit breitem Indikationenspektrum. Da gerade akute und chronische Infektionen zu den Hauptindikationen der Eigenblutbehandlung zählen, hat die Zunahme der antibiotischen Therapiemöglichkeiten die Eigenblutbehandlung zunehmend aus der täglichen ärztlichen Praxis verdrängt.
Ablauf der Eigenblutanwendung
Bei uns wird in den meisten Fällen zur Eigenblutbehandlung Ihr Blut physikalisch behandelt (Krybehandlung), mit individuell abgestimmten homöopathischen Zusätzen versehen und intramuskulär injiziert.
Gelegentlich verwenden wir als milden Reiz unverändertes Eigenblut in geringen Mengen.
Begonnen wird in der Regel mit 0,5 ml und zweimal pro Woche wird um jeweils 0,5 ml gesteigert. Die maximale Eigenblutmenge beträgt 5 ml und die Anwendung sollte zweimal pro Woche für max. 5 Wochen erfolgen.
Alternativ bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit der homöopathischen Eigenbluttherapie nach Dr. Imhäuser:
Diese können Sie unter Beihilfe von uns durchführen.
Praktische Anwendung
Sie benötigen:
0,5 bis 1 ml Venenblut
6 Reagenzröhrchen, fortlaufend nummeriert, plus Verschlussstopfen
Alkohol 25 – 30 % sowie 1 Tropf-Fläschchen à 10 ml
Vorbereitung:
- Bereiten Sie 5 Röhrchen vor, indem Sie in jedes 10 ml Alkohol füllen. Ein Röhrchen bleibt leer.
- Entnehmen Sie das Blut aus der Vene und geben es in das leere Röhrchen.
- Nehmen Sie mit einer Pipette 1 Tropfen Blut, geben es in Röhrchen Nr. 1 und verschließen es. 15-mal schütteln. Sie haben nun eine C1.
- Entnehmen Sie nun 1 Tropfen aus dieser C1 und geben ihn in Röhrchen Nr. 2. Schütteln Sie dies erneut 15-mal. Nun haben Sie C2.
- Verfahren Sie so weiter, bis Sie bei C5 angekommen sind.
- Füllen Sie diese sog. Eigenblutnosode in ein Tropf-Fläschchen um.
Stets mit einer C5 beginnen.
Tropfen direkt auf die Zunge oder auf Zucker, kein Metall-Löffel.
Bei chron. Erkrankungen 6 Wochen lang 1 × wöchentlich 5 Tropfen, dann bei Bedarf mit einer (neu angefertigten) C7 gleichermaßen weiterbehandeln.